Lage
Idyllisch am Hang gelegen und doch im Mittelpunkt des Ortes, bietet das ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort einen imposanten Blick auf die Grödner Bergwelt. Das Stammhaus der ADLER Spa Resorts umgibt eine 9.000 Quadratmeter große Parkanlage und schließt an die Fußgängerzone von St. Ulrich an. Ein Highlight ist der direkte Zugang zu den Rolltreppen in das Ski- und Wandergebiet Dolomiti Superski, dem mit 1.220 Pistenkilometern größtem Skigebiet der Welt. Auf demselben Grundstück befindet sich ebenfalls das ADLER BALANCE Spa & Health Resort, das im Dezember 2008 eröffnet wurde.

Region
Die Dolomiten werden aufgrund des hellen Gesteins auch „monti pallidi“ – „bleiche Berge“ genannt. Am 26. Juli 2009 erklärte die UNESCO die italienische Gebirgskette, dank ihrer speziellen Schönheit und Geologie, zum Weltnaturerbe.
Im Nordwesten der Südtiroler Dolomiten liegt Gröden, ein zirka 25 Kilometer langes Seitental des Eisacktales. Von Waidbruck zieht es sich hinauf bis zum Sellastock beziehungsweise zu den Passübergängen Sella- und Grödnerjoch. Es zählt zu den besten Ski- und Wandergebieten Europas und ist durch sein Ganzjahresangebot eine sehr beliebte Urlaubsregion.
Als Hauptort des Tals mit rund 5.000 Einwohnern gilt das auf 1.236 Höhenmetern gelegene St. Ulrich. Vor allem die direkte Verbindung vom Hotel zu den Ski- und Wandergebieten Seceda, Seiser Alm und Raschötz ist erstklassig: Eine Rolltreppe bringt Gäste vom Hotel zur Talstation Seceda. Zu den berühmten „Kindern“ des Ortes gehören unter anderem der Schauspieler Luis Trenker, der Musikproduzent und dreifache Ocscar-Gewinner Giorgio Moroder, die Skifahrerin Isolde Kostner und die Eiskunstläuferin Carolina Kostner. St. Ulrich bezaubert durch seine lebendige Fußgängerzone mit vielen romantischen Winkeln und Gassen. Kleine Boutiquen, historische Plätze und Kirchen sowie schmucke Cafés zieren das Dorfbild. Die Pfarrkirche von St. Ulrich aus dem Jahr 1796 ist ein kunsthistorisches Highlight. Die Werke wie beispielsweise die St. Ulrich-Statue von Ludwig Moroder, das Altarbild “Anbetung der Könige” von Josef Moroder – Lusenberg und die Gruppe der Heiligen Elisabeth mit dem Bettler von Rudolf Moroder – Lenert wurden bei der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 mit der Goldmedaille ausgezeichnet.
Zimmer
Das ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort verfügt über insgesamt 104 Zimmer und sechs Suiten mit einer Größe bis zu 45 Quadratmeter. Alle Gästezimmer sind Nichtraucherzimmer. Warme Farben und Hölzer der Region schaffen ein behagliches Ambiente. Ein großzügiges Badezimmer mit Badewanne, kostenloser ADSL-Internetanschluss und digitales Fernsehen mit Videokino sorgen für Komfort und ein erholsames Wohlfühlambiente. Weiterhin liegt für jeden Gast ein Bademantel mit Badeset für den Aufenthalt bereit.
Küche
Das Restaurant mit seinen drei Tiroler Fichtenholzstuben lädt zu vielfältigen Gaumenfreuden ein. Willi Larese, langjähriger Küchenchef im ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort, legt besonderen Wert auf hochwertige Produkte mit ausgewählter Herkunft und eine schonende, fettarme Zubereitung. Von mediterranen über Südtiroler bis hin zu traditionellen und vollwertigen Speisen hat die Küche des Fünf-Sterne-Hauses Einiges zu bieten. Im Rahmen der Verwöhnpension erwartet die Gäste bis 11 Uhr ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Saftbar und Vitalecke. Nachmittags werden hausgemachte Kuchen, Mehlspeisen und Jausenspezialitäten vom Buffet angeboten. Ein Fünf-Gang-Abendmenü à la carte mit einer großen Auswahl an mediterranen Vorspeisen, Pasta- und Risotti, Fisch- und Fleischgerichten sowie feinen Desserts vollendet einen Urlaubstag. Das Mittagsbuffet ist gegen den Aufpreis von 17 Euro buchbar.
Das Restaurant ist ausschließlich für Hotelgäste zugänglich und entführt seine Gäste auf kulinarische Streifzüge durch die verschiedenen Regionen Italiens. Südtiroler Spezialitätenabende mit landestypischen Köstlichkeiten, gemütliche Grillabende im Park, erlebnisreiche Grillpicknicks auf der Alm oder das ADLER Candle-Light-Dinner mit musikalischer Untermalung verheißen stimmungsvolle und genussreiche Stunden. Auf der Website des Hotels finden sich regelmäßig Rezepte aus Südtirol zum Nachkochen für Zuhause. So kommt das Urlaubsgefühl für ein Mittag- oder Abendessen zurück.
Weinkeller
Im Weinkeller lagern über 300 ausgewählte Weine aus Spitzenlagen, vorrangig aus Südtirol. Das alpin-mediterrane Klima des Landes eignet sich bestens für Weine wie Gewürztraminer, Lagrein und Cabernet Sauvignon. Gäste erfahren mehr über diese edlen Tropfen bei Verkostungen im Weinkeller.
Kinder
Familien mit Kindern ab vier Jahren werden ihre Freude am Angebot im ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort haben: Erlebnisse in freier Natur wie Forellenfischen am Bach, Ausflüge in den Wald, der Besuch einer Sennerei, Skikurse oder rasantes Rodeln im Winter warten auf kleine Abenteurer. Im Minizoo erfreuen sie sich an kleinen Streicheltieren und toben sich auf dem Abenteuerspielplatz im Kinderpark aus.
Der AKI Kinderclub sorgt von Montag bis Samstag ganztägig von 9.30 Uhr bis 22.00 Uhr und sonntags von 18.00 bis 22.00 Uhr für abwechslungsreiche Unterhaltung bei professioneller Betreuung und Kindervollpension inklusive Getränke.
ADLER „AQUANA“ Wasserwelt
Die „AQUANA“ Wasserwelt erstreckt sich auf insgesamt 3.500 Quadratmetern und gilt als die spektakulärste Erlebniswasserlandschaft Südtirols mit Hallenbad und Kristall-Pool, großzügigem Freibad mit diversen Whirlpoolanlagen, 35 Grad Sole-Indoor und -Outdoorpool in der Grotte sowie ein Sole-Panoramapool und Hot-Whirlpool mit Blick auf die Dolomiten. Zu den weiteren Besonderheiten zählen der unterirdische Salzsee, Salzgrotten mit Salzstein-Sauna, der Kristall Salz-Dom, die Inhalationsgrotte und die Panorama-Bio-Heu-Sauna. Ein warmer Bergsee und eine über drei Etagen reichende Felslandschaft mit Alm-Sauna, Südtiroler Heubad, Kraxenofen, orientalischem Rasulbad und Blütendampfbad in der Felsengrotte sowie ein Lady-Bereich mit Lady-Rosenbad sorgen für genügend Raum zur Entspannung. Verschiedene Ruheräume und Tee, Wasser und Obst sowie ein sehr aufmerksames Team versprechen erholsame Stunden.

ADLER SPA „Dolasilla“
Insgesamt 34 Behandlungsräume, großzügige Ruhezonen mit beispielsweise offenem Kamin und Wasserbetten vor Panoramafenstern sowie ein hauseigner Friseursalon stehen zur Verfügung. Die nach verschiedenen Themen gestalteten Private Spa-Räume entführen Paare von Tirol nach Asien. So entspannen Gäste bei einem Heubad in authentischen Holzzubern, genießen im orientalischen Private Spa-Raum wohltuende Anwendungen oder begeben sich in die Hände einer thailändischen Masseurin. Spa-Managerin Silvia Mittelberger und ihr Team halten ein umfangreiches Angebot von Ayurveda über diverse Bäder, Packungen, Beauty- sowie therapeutische Anwendungen bis hin zu Thalasso und Bodystyling bereit. Der Schwerpunkt des Angebots liegt stets auf der Ganzheitlichkeit, Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele zu schaffen und dabei auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen einzugehen. …/6
ADLER SPA Naturkosmetik-Pflegelinie
Für die natürliche Schönheit kreierte Familie Sanoner in Zusammenarbeit mit Dr. Francesa Ferri und ihrem Labor Effegilab die eigene Kosmetikpflege ADLER SPA. Sie beinhaltet nur rein natürliche Inhaltstoffe aus den Südtiroler Bergen wie Edelweiß und Himbeere und ist frei von Konservierungs- und chemischen Farbstoffen. Zur Herstellung werden ausschließlich Emulgatoren pflanzlicher Herkunft, ebenso nur pflanzliche Liquide wie beispielsweise Himbeeröl verwendet. Als Naturkosmetik ist ADLER SPA reich an vitalen Elementen und besonders hautfreundlich.
Das Edelweiß wächst in steppenartigen Gebirgszonen, auf Kalkgestein in Höhen zwischen 800 und 3.000 Metern. Die Gebirgspflanze weist einen speziellen Schutzmechanismus gegen extreme Kälte sowie starke UV-Strahlung auf, wirkt beruhigend und eignet sich perfekt zur Hautpflege sowie als Sonnenschutz. Edelweiss findet sich in Cremes zum Schutz gegen raues Klima, zur Feuchtigkeitspflege für sensible und trockene Haut und dient als Anti-Aging Pflege. Die ADLER SPA Serie führt Edelweiß Reinigungsmilch, Gesichtswasser, Tages- oder Nachtcreme und Serum Augencreme.
Auch die Himbeere findet man in Gebirgsregionen auf bis zu 2.000 Metern Höhe, vorrangig an Waldrändern. Die Blüten und Blätter enthalten antioxidative, vitaminisierende, besänftigende und adstringierende Stoffe. Ätherische Öle, Zitronensäure, Vitamine der Gruppe C und B, Tannin, Pektin wirken als Feuchtigkeits- und Energiespender. Die Himbeere wirkt antioxidativ, feuchtigkeitsspendend, regenerierend und nährend. Sie verleiht der Haut Geschmeidigkeit und spendet UV-Schutz. Unter anderem werden Himbeer-Duschgel, Himbeer-Emulsion und Himbeer-Körperöl angeboten.
Informationen und Preise zu ADLER SPA finden sich im Online-Shop unter www.adler-shop-com. Neben den Produkten der hauseigenen Linie arbeitet das Team mit Guinot, Maria Galland und Fisiophere.

ADLER FIT
Die 350 Quadratmeter große Fitnesswelt ist mit modernen Herzkreislauf- und Kraftgeräten der Marke Techno-Gym-Selection ausgestattet. Zahlreiche, täglich wechselnde Programme im Bereich Outdoor, Stretching, Yoga, Pilates, Meditation, AquaGym und Krafttraining unter professioneller Betreuung bringen die Gäste in Form.
Der Energie-Kristallraum für Meditation und psychisches Wohlbefinden dient als Ruhezone.
Die atemberaubende Bergwelt der Dolomiten bietet im Zauber der Jahreszeiten ein breites Aktivitätenangebot mit täglich zwei geführten Wanderungen, Nordic Walking, Mountainbiketouren sowie Skifahren, Langlaufen oder Schneeschuh-Wanderungen. Der Gast wählt aus einem abwechslungsreichen, täglichen Outdoorprogramm, das speziell an verschiedene Leistungsstufen und die jeweilige Saison angepasst ist. Skiguiding und Skisafaris, Skipass- und Skischulservice, betreute Winterspaziergänge, geführte Themenwanderungen, Grillpicknicks, diverse Genuss- und Erlebnistouren gehören zum Inklusivprogramm des Fünf-Sterne-Hotels.

Aktivitäten
Das ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort liegt im Herzen des Dolomiti Superski und bietet einen direkten Einstieg zum größten Skigebiet der Welt. In unmittelbarer Nähe des Hotels bringt eine Seilbahn die Hotelgäste bequem und schnell auf die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas. Sie gilt als ein unvergleichbares Wintersportparadies für alle Altersgruppen und steht für sanften Wintertourismus, Gemütlichkeit und naturnahe Erlebnisse. Langlauf, Rodeln, Skifahren und Snowboarden sind ebenso beliebt wie Pferdeschlittenfahrten und Schneeschuhwanderungen. Jährlich im Dezember findet auf der Saslong-Piste mit den Kamelbuckeln und der Ciaslatwiese der FIS Weltcup Gröden statt. In der wärmeren Jahreszeit finden sich zahlreiche Wanderliebhaber, Mountainbiker, Paraglider und Aktivurlauber ein.
Rund 15 Kilometer von St. Ulrich befindet sich der 18-Loch-Golfplatz des Golfclubs Kastelruth-Seiser Alm. Blühende Wiesen und sattgrüne Tannenwälder, am Fuße es Schlern, umgeben den zirka 60 Hektar großen Platz auf etwa 850 Höhenmetern. Lange Fairways, leichtere Spielbahnen und abwechslungsreiche Holes garantieren ein schönes Spiel zwischen idyllischen Teichen, Schluchten, Bächen und faszinierenden Wasserfällen. Zur Anlage gehören: Driving Range, Putting- und Chipping-Greens, Pitching-Gelände. Der Neun-Loch-Platz Tranrüs, drei Kilometer oberhalb von Corvara in Alta Badia, ist in vierzig Minuten zu erreichen.
Über eine Fläche von 10.196 Hektar erstreckt sich der Naturpark Puez-Geisler. In den Sommermonaten begleiten erfahrene und speziell ausgebildete Wanderführer Gäste durch Flora und Fauna. Weiterhin lohnt ein Besuch im 36 Kilometer entfernten Bozen sowie im 24 Kilometer entfernten Brixen.
Brauchtum, Kunst und Kultur
Tradition und Brauchtum werden in Gröden gelebt. Die Grödner Tracht zählt zu den schönsten im Alpenraum und wird auch heute noch bei den zahlreichen Folklorefesten, bei Umzügen und Hochzeiten getragen. Neben Deutsch und Italienisch ist Ladinisch eine der drei Südtiroler Sprachen. Sie zählt zu den rätoromanischen Sprachen und wird neben Gröden auch im Gadertal, Fassatal, Buchenstein und Ampezzo gesprochen und in den Schulen als Pflichtfach unterrichtet.
Die Grödner sind durch ihre Holzschnitzkunst zu weltweitem Ruhm gelangt. In langen Wintern und aufgrund ihrer Abgeschiedenheit schnitzten die Einheimischen Figuren aus wohlriechendem und beruhigendem Zirbenholz, die sie im Sommer verkauften. Direkt neben dem Hotel stellt die Galerie ART 52 im Kulturhaus traditionelles und modernes Grödner Kunsthandwerk aus.
Einen Einblick in die seit vier Jahrhunderten praktizierte Holzschnitzkunst ermöglicht das Grödner Heimatmuseum. Neben sakralen Holzplastiken großer Bildhauer sind auch zahlreiche kleinere Stücke wie allegorische Figuren, Tierdarstellungen und Krippen- wie Schachfiguren zu bestaunen. Archäologische Funde, Fossilien und Mineralien dokumentieren die geologische Geschichte der Dolomiten. Die Ölbilder des ladinischen Kunstmalers Josef Moroder Lusenberg stellen den Schwerpunkt der Gemäldesammlung dar. Weiterhin zeigt das Heimatmuseum auch Stücke von Luis Trenker.
Der alljährliche Schneeskulpturenwettbewerb in Wolkenstein im Dezember und St. Ulrich Mitte Januar lockt zahlreiche Besucher an. Die Künstler schnitzen jeweils aus einem Schnee- beziehungsweise Eisklotz eine Figur, die im Anschluss von einer Jury bewertet wird. Je nach Witterung schmücken die Eisfiguren noch lange das Ortsbild.
Anreise
Autoanreisende fahren über die Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Klausen. Anschließend folgen sie der Panoramastraße in das Grödnertal bis nach St. Ulrich. Dort angekommen leiten Hinweisschilder in das Zentrum zur Fußgängerzone und zum Hotel ADLER DOLOMITI Spa & Sport Resort.
Das Hotel Adler und die Familie Sanoner: 200 Jahre oder 7 Generationen Gastlichkeit
Den ersten Nachweis zur Geschichte des heutigen Hotel ADLER Wellness & Sport Resort finden wir aus dem Jahre 1288. Im Urbar des Meinrad II von Tirol aus jenem Jahre wird der „Ortiseiter Hof in Greden“ erwähnt, aus dem im Laufe der Jahrhunderte das heutige Hotel ADLER entstanden ist.
Zu dieser Zeit und in den darauf folgenden 250 Jahren ca. lebte auf diesem Ansitz das wohlhabende Geschlecht der Ortiseiter. Der Ortiseiter Hof und die gleichnamige Familie haben dem gesamten Ort den Namen gegeben: St.Ulrich heißt im Ladinischem „Urtijei“, im Italienischen „Ortisei“ und hieß auch auf Deutsch lange Zeit „Ortiseit“.
Während dieser 250 Jahre finden sich kaum Anhaltspunkte zur Geschichte des Hofes und seiner Bewohner. Unklar ist auch zu welchem Zeitpunkt der Ortiseiterhof zu einem Gasthaus wurde. Erst aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gibt es wieder verlässliche Hinweise, die den Ortiseiter Hof bereits als Wirtshaus ausweisen. Dieses wechselte im Laufe der darauf folgenden Jahrhunderten mehrmals den Besitzer und den Namen: „Daverdawirt“, „Moritzen“ oder „Mauriz“, „Unterwirt“ und wieder „Daverda“.
Im Jahre 1810 erwarb Josef Anton Sanoner, Kaufmann in Paris, die „Wirtsbehausung Daverda“. Josef Anton Sanoner stammte aus Wolkenstein, wo seine Familie – die damals noch Senoner hieß – am „Costahof“ lebte. Er und seine 4 Brüder – Josef Anton Sanoner hatte zudem auch 5 Schwestern – verlegten sich schon in frühen Jugendjahren auf das damals vielversprechende Handwerk der Holzschnitzerei. Dabei wurde während der kalten Jahreszeit in den Grödner Stuben geschnitzt, im Sommer wurden die Schnitzereiprodukte im Wanderhandel außerhalb des Tales verkauft.
Die Brüder Senoner erkannten bald – wie andere Grödner auch – die guten Erwerbschancen des Handels mit Holzschnitzereien, vor allem in den großen Städten Europas und darüber hinaus. So zogen damals viele Grödner in die Welt hinaus und gründeten Handelsniederlassungen in ganz Europa, Nord- und Südamerika, ja sogar in Japan und Australien.
Die Gebrüder Senoner (genauer gesagt vier davon und ein Cousin) zogen kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution nach Frankreich, wo sie vor allem in Paris und Lyon Handelshäuser gründeten. Einem der Brüder, Sebastian Sanoner, verdanken wir sehr eindrucksvolle Aufzeichnungen von den Wirren jener Zeit in Frankreich. Hier vollzog sich auch – wahrscheinlich aufgrund der Aussprache des französischen „e“ ohne Akzent – die Lautverschiebung im Namen: von Senoner zu Sanoner.
Trotz der geschichtlich turbulenten Jahre waren die Sanoner Brüder in Frankreich sehr erfolgreich und ließen sich auch definitiv dort nieder, bis auf Josef Anton, der 1810 mit seinen Ersparnissen heimkehrte, die immerhin dazu ausreichten, das Wirtshaus „Daverda“ zu erstehen.
Dieses übergab er später seinem Sohn, der ebenfalls Josef Anton hieß, welcher es zwischen 1870 und 1880 wiederum seinem Sohn Johann Baptist vermachte. Dieser erweiterte in den darauf folgenden Jahren das Wirtshaus zu einem stattlichen Hotel und nannte es „Hotel zum Goldenen Adler“. Der wichtigste Zubau war dabei der sog. „Bittner-Trakt“, benannt nach dem bekannten Architekten Bittner, welcher 1905 fertig gestellt wurde.
Im Jahre 1885 wurde die „Sektion Gröden des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins“ gegründet … mit Sitz im Hotel Adler.
Um 1910 verfügte das „Hotel zum Goldenen Adler“ – bereits unter der Führung von Josef Anton, Sohn des Johann Baptist und Großvater der heutigen Besitzer Andreas und Klaus Sanoner – samt Dependancen schon über „ … 100 gutmöblierte, pedantisch reinliche Fremdenzimmer mit geräumigen französischen Betten, elegante Speisesäle, aussichtsreicher Veranda und Terrasse, Bibliothek mit Lesezimmer, Klavier, Billard, elektrische Beleuchtung in allen Räumen, Hochdruckwasserleitung, Wannen- und Sitzbäder, englische Spülklosetts und Telephon, sowie exquisite Küche zu jeder Tageszeit, Menu und nach Karte, Bier vom Fass und Wein in größter Auswahl.“
Darüber hinaus unterhielt man täglich dreimal Verbindungen zur Bahnstation Waidbruck mit Ein- und Zweispännern und in den Adler-Stallungen waren bis zu 20 Pferde untergebracht.
Die Gäste kamen vorwiegend aus dem Raum der Habsburger Monarchie und aus Berlin. Sogar Kaiserin Zita war im Jahre 1917 Gast im ADLER.
In den Jahre 1925 bis 1929 verband Josef Anton Sanoner die auseinander liegenden Hoteltrakte durch einen imposanten Zubau. Als Architekt beauftragte er den damals bereits sehr bekannten und heute weltberühmten Österreicher Clemens Holzmeister zusammen mit dem St.Ulricher Architekten und späteren Schauspieler, Regisseur und Buchautor Luis Trenker – wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund seiner Zeichnungsberechtigung, da Clemens Holzmeister als Österreicher im damaligen faschistischen Italien keine Arbeitsgenehmigung erhielt.
Der sog. „Holzmeister-Trakt“ ist heute noch im Wesentlichen erhalten. Vor allem das imposante Treppenhaus aus Holz und die Hausbar sind von architektur-historischem Wert.
Die Kosten des Zubaus überstiegen damals allerdings bei weitem die veranschlagten und brachten Josef Anton Sanoner und seine Frau Fanny an den Rande des Ruins. Schließlich konnte er sich durch die Unterstützung eines Kollegen, der ihm Geld lieh, und aufgrund der Tatsache aus der finanziellen Notlage befreien, dass die gesamte Belegschaft bis zu einem Jahr auf den Lohn verzichtete und Lieferanten aus Bozen die Bezahlung der gelieferten Ware einige Jahre stundeten.
Bald ging es dem Adler aber wieder besser. Bereits im Jahre 1934 verfügte das Hotel Adler – damals unter der italienischen Bezeichnung „Aquila“ – „ … über 220 Betten, Appartements mit fließendem Wasser, Zentralheizung, Lift, Konzerte, Tennis, Autogarage, zentraler Lage und großem Park …“ Zu den Gästen zählte sogar Prinz Umberto von Savoien.
In den 50er Jahren übergab Josef Anton Sanoner den Betrieb seinem Sohn Josef Anton, genannt „Pepi“, der ihn bis in die 80er Jahre führte, vor allem auch Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Frau Elly, auch heute noch „Senior-Chefin“ im ADLER. Hauptleidenschaft von Pepi Sanoner war nämlich die Politik, vor allem die Gemeindeverwaltung. Er war 30 Jahre in der Gemeindeverwaltung von St.Ulrich tätig, davon fast 17 als Bürgermeister, und trug wesentlich zur positiven Entwicklung des Ortes und des gesamten Tales Gröden bei.
1970 erhielt das Hotel ADLER ein Hallenbad, das in mehrerer Hinsicht eine Pionierleistung darstellte. Es war auf jeden Fall ein Novum in der Berghotellerie, war das erste Bad mit Überlauf-Rinne, verfügte als erstes schon damals über eine Ozonanlage und wurde im allgemeinen so gut gebaut, dass es auch heute noch unverändert attraktiv ist.
Seit Mitte der 80er Jahre führen die Söhne von Pepi Sanoner, Andreas und Klaus mit ihren Frauen Verena und Karin das Hotel Adler. Andreas und Klaus Sanoner schlossen ihre Ausbildung mit dem Wirtschaftsstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien ab.
Ab Ende der 80er Jahre hat das Hotel ADLER eine rasante Entwicklung erfahren, mit mehreren Erweiterungen und Umbauten, von denen folgende besonders zu erwähnen sind:
1989/90: Abbruch und Wiederaufbau des „Bittner-Flügels“ und Bau einer Tiefgarage.
Im Zuge des Neubaus des „Bittner-Flügels“ wurde eine Beauty Farm errichtet und nach „Dolasilla“ einer schönen und tapferen Fürstin aus den Dolomiten-sagen benannt. Auch damit war der ADLER seiner Zeit voraus und der Grundstein für die Entwicklung zum Wellness Hotel gelegt. Zugleich wurde auch das betreute Sport- und Unterhaltungsangebot stark ausgebaut.
1996/97: Bau der „Aguana“ Wasserwelt, einer einzigartigen Saunalandschaft.
1999: Erweiterung der Hausbar durch einen bemerkenswerten,
sonnendurchfluteten Wintergarten.
1999/2000: Bau der „ADLER Vital Residenz“, eines neuen Wohntraktes an Stelle der
alten Adler-Garage mit einem neuen, attraktiven Dorfplatz, Geschäften, dem
Cafe „SoViSo“, 28 Komfort-Zimmern und 13 Appartements. Dabei wurde
auch die Tiefgarage stark erweitert und der große ADLER Park (9.000 m²
neu gestaltet.
2000/01: Erweiterung der „Dolasilla“ Vitalwelt mit neuem Receptions-Bereich und 10
zusätzlichen Behandlungskabinen, sowie Arzt und Friseur, und Errichtung
des Fitnessbereiches „AdlerFit“.
Seit 2000 heißt der Adler „Hotel ADLER Wellness & Sport Resort“. Er ist trotz seiner Größe ein Familienbetrieb geblieben, geführt von Klaus und Andreas Sanoner mit ihren Frauen Karin und Verena und der aktiven Mithilfe der Mutter und Senior-Chefin Elly Sanoner. Auch die Schwester von Andreas und Klaus, Annemarie, ist im ADLER tätig: sie ist ausgebildete Ayurveda-Therapeutin und leitet den erfolgreichen Ayurveda-Bereich im ADLER.





















